Für Hunde giftige Lebensmittel

Viele Lebensmittel, die für den Menschen völlig unbedenklich oder sogar gesund sind und sich auf unserem täglichen Speiseplan befinden sind für unsere Vierbeiner nicht gesund oder können sogar sehr gefährlich werden. Bevor man seinem Hund Lebensmittel gibt, sollte man sich genau informieren, ob man seinem Hund damit einen Gefallen tut und nicht unwissend seine Gesundheit gefährdet.

Alkohol

Alkohol kann je nach aufgenommener Menge für den Hund tödlich sein. Die Folgen einer Alkoholvergiftung können sein Erbrechen, Koordinationsstörungen, Atemnot, Koma, Tod. Auch kleine Mengen an Alkohol können je nach Empfindlichkeit des Hundes sehr gefährlich sein.

Auberginen

Auber­ginen ent­hal­ten in rohem Zustand Solanin. Dieses kann zu Erbre­chen, Durch­fall, Schäden an den Schleim­häu­ten und Krämp­fen führen. Beim Kochen geht das Solanin verloren. Dennoch schei­nen Auber­gi­nen auch gekocht nicht immer gut ver­träg­lich zu sein.

Avocado

Die für den Menschen ungiftige Avocado ruft bei vielen Tieren eine starke Vergiftung hervor. Die genauen toxischen Ursachen sind noch nicht geklärt, ein Bestandteil ist mit Sicherheit das Persin. Bislang gibt es bei einer tödlichen Dosis kein Gegenmittel.

-> Atemnot, Husten, erhöhte Pulsfrequenz, Wassereinlagerung an der Unterhaut, besonders am Hals und Unterbauch, Bauchwassersucht und Zeichen der Herzvergrößerung.

Bärlauch / Schnittlauch

für Bärlauch und Schnittlauch gilt dasselbe wie für die Zwiebel (siehe unten)

Koffeinhaltige Getränke / Tee

Der aktive Wirkstoff im Kaffee und Tee ist das Koffein. Dieses zählt zu den Methylxantinen und wird vollständig über den Magen-Darm-Trakt resorbiert. Etwa 90 % der aufgenommenen Metylxantine werden in der Leber verstoffwechselt; nur etwa 10 % werden unverändert durch die Nieren ausgeschieden.

Nach der Aufnahme in den Körper wird das Koffein in der Leber einer Demethylierung unterzogen und in Theobromin und Theophylin umgewandelt. Diese Stoffe wirken auf die Herztätigkeit und die Muskulatur der Bronchien.

Symptome sind Erregung, Unruhe, Schwäche, Erbrechen, beschleunigte Atmung und Herzrasen, Bauchschmerzen, Durchfall und starker Harndrang. Erhöhte Körpertemperatur bis zur Überhitzung, Krämpfe, Herzrhythmusstörung und Atemstörung bis zum Herzstillstand und Atemstillstand mit Tod des Tieres.

Paprika, Tomaten und Aubergine (und Kartoffel)

Diese Nachtschattengewächse enthalten das für Hunde giftige Solanin. Bei Kartoffeln kommt es in den grünen Stellen sehr gehäuft vor, diese sollten also großzügig rausgeschnitten werden, ansonsten geht von der Kartoffel keine Gefahr aus. Tomaten und Auberginen verlieren ihren Solaningehalt, wenn sie überreif sind, doch auch dann sollte es nur in geringen Mengen gefüttert werden.
-> schädigt lokal die Schleimhäute und führt zu Durchfall, Krämpfen, Paresen und Atemlähmung

Knoblauch

Knob­lauch: wird oftmals als hoch giftig bezeich­net, wirkt aber erst in grö­ße­ren Mengen schäd­lich (auf­grund seines Gehal­tes an N-Pro­pyl­di­sul­fid und Alliin (Allyl­pro­pyl­su­fid) – beide Stoffe wirken in grö­ße­rer Menge zellt­ö­tend).

Klei­ne­ren Mengen wird eine posi­tive Wirkung auf den Kreis­lauf zuge­schrie­ben, ebenso eine Wirk­sam­keit gegen Schäd­linge wie Zecken, Würmer und Flöhe (siehe hierzu auch Welche Arten von Zecken­schutz gibt es?). Eine Menge von min­des­tens 5 Gramm pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht ist not­wen­dig, um rever­si­ble Ver­än­de­run­gen im Blut her­vor­zu­ru­fen (aller­dings kommt es auch dann nicht zur hämo­ly­ti­schen Anämie oder anderen Erkran­kun­gen, nur zu einer hämo­ly­ti­schen Ver­än­de­rung).

Bei Knob­lauch­ex­trak­ten kann es ab einer Menge von 1,25 ml pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht zu Ver­gif­tungs­er­schei­nun­gen kommen (ver­ab­reicht über einen Zeit­raum von sieben Tagen, vgl. hierzu Keun-Woo Lee et al.: Hema­to­lo­gic changes asso­cia­ted with the appearance of eccen­tro­cy­tes after intra­gas­tric admi­nis­tra­tion of garlic extract to dogs, 2000). Diese Mengen sind recht gering, wenn man bedenkt, dass eine Knob­lauch­zehe im Durch­schnitt gerade einmal zwei bis drei Gramm wiegt.

Die emp­foh­lene Tages­ma­xi­mal­do­sis liegt dennoch bei 4 g pro Tier (also etwas mehr als einer Zehe). Etwa zwei bis drei Zehen pro Woche (ent­spre­chend ver­teilt) werden für gebarfte Hunde mit 30 Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht emp­foh­len, sollte der Hun­de­hal­ter über­haupt Knob­lauch füttern wollen. Diese Dosis sollte zur Sicher­heit auch nicht über­schrit­ten we

Obstkerne

Obst­kerne: ent­hal­ten Blau­säure (Cyan­was­ser­stoff, HCN). Verschluckt ein Hund einen Kern am Stück, scheidet er ihn meist auch am Stück wieder aus.

Meist passiert in diesen Fällen nichts, nur wenn der Hund den Kern zerbeißt. Blau­säure wirkt ätzend und reizt dadurch die Schleim­häute. Tödlich ist die Blau­säure, weil sie die Zell­at­mung blo­ckiert und es dadurch zur Schä­di­gung der Ner­ven­zel­len des Atem­zen­trums kommt.

Ver­gif­tungs­er­schei­nun­gen können wenige Sekun­den nach Auf­nahme der Blau­säure auf­tre­ten. Ab einer Dosis von 1 bis 10 mg pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht kann Blau­säure bei oraler Auf­nahme tödlich wirken.

Rosinen und Weintrauben

Auch Weintrauben und Rosinen können für einen Hund Todesfallen sein. Noch ist nicht bekannt, welcher Stoff für die Vergiftungen verantwortlich ist. Es kommt zu einer Hypercalcämie, also einem Kalziumüberschuss und schließlich zum Tod durch Nierenversagen. Die tödliche Dosis liegt bei ca. 11,6 Gramm (g) Trauben / Kilogramm (kg) Körpergewicht, allerdings sind sich hierbei die Forscher nicht einig.
-> Erbrechen, Lethargie, Abdominalschmerzen innert Stunden; akutes Nierenversagen mit Oligurie oder Anurie, Tod

Salz

Salz führt zu einer erhöhten Flüssigkeitsansammlung im Körper des Hundes. Bei gesunden Hunden müssen Sie darauf achten, dass sie immer genug Wasser trinken, damit das überschüssige Salz wieder ausgeschieden wird. Bei herzkranken Hunden kann die Flüssigkeit wegen der verminderten Herzleistung nicht ausgeschieden werden.

Schokolade / Kakao

Kakao enthält das Gift Theobromin. Das ab einer Dosis von 100mg/kg Körpergewicht tödlich ist. Die Kakaobohne enthält 1.5-3% Theobromin. Der Gehalt an Theobromin in verschiedenen Produkten: Rohkakao 18-35 mg/g, Kakaopulver 14-26 mg/g, Milchschokolade 1.5-2 mg/g, dunkle Schokolade 5-8 mg/g, Kochschokolade 14-16 mg/g, 70%ige Schokolade 20 mg/g, 90%ige Schokolade 26 mg/g. Weisse Schokolade enthält kaum Theobromin.

-> Unruhe, Erregung, Hyperthermie, Ataxie, Schwäche, Hyperästhesie, Hyperreflexie, Tremor, Krämpfe, Erbechen, Durchfall, Abdominalschmerzen, Tachypnoe, Dyspnoe, Tod durch Atemstillstand, Tachykardie, Herzarrhythmien, ventrikuläre Extrasystolen, Tod durch Herzstillstand

Rohes Schweinefleisch

Die Aujeszky-Krankheit beim Hund ist eine Virusinfektion, die tödlich verläuft. Tierärzte bezeichnen die Erkrankung unter anderem auch als Pseudowut. Hauptsächlich Schweine beherbergen das Virus der Aujeszky-Krankheit, wobei Hunde sich durch das Fressen von rohem Schweinefleisch infizieren.

Neben Hunden können auch Katzen, andere Fleischfresser sowie Wiederkäuer, wie Rinder und Schafe, an der Aujeszky-Krankheit erkranken.

Xylit

Siehe Artikel über Birkenzucker

Zwiebeln

Zwiebeln/Zwiebelgewächse wie Lauch (Porree) ent­hal­ten die Schwe­fel­ver­bin­dung N-Pro­pyl­di­sul­fid, welches in gif­ti­ger Dosis zur Zer­stö­rung der roten Blut­kör­per­chen führt. Ein wei­te­rer pro­ble­ma­ti­scher Inhalts­stoff ist Alliin (Allyl­pro­pyl­su­fid). Dieser kann che­misch zu dem zellt­ö­ten­den Allicin umge­wan­delt werden.

Aller­dings führt erst eine Menge von über 50 Gramm Zwiebel pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht zu einer Hämo­lyse. Bei einem 20kg schwe­ren Hund ent­spricht das 1 kg Zwie­beln. Erst bei dieser Menge – gefüt­tert über zwei Tage – kam es zur Anämie, aller­dings zur rever­si­blen (vgl. hierzu R.B. Cope: Allium species poi­so­n­ing in dogs and cats; 2005). Ver­än­de­run­gen im Blut traten ab einer Menge von 15 bis 30 g pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht auf.

Related Posts

Please follow and like us:

Autor: Nicole

Mediengestalterin und ambitionierte Rennrad Fahrerin. Fotografin und Frauchen von Mischlingshündin Nele. Führt den Blog Schwuggedung seit 2011

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.