Wie viel Schlaf braucht mein Hund?

Wer hätte das gedacht – klein Nele entwickelt sich so langsam aber sicher zum Langschläfer. Früher war sie spätestens morgens um 6.00 Uhr wach 6.30 war dann schon eine kleine Sensation und jetzt? Sie kann locker bis 9.00 Uhr schlafen und an manchen Sonntagen bin ich dann sogar diejenige, die zuerst aufsteht. Abends dagegen drängelt sie ab 22.00 Uhr und will schlafen gehen. Das hat mich zu diesem Beitrag inspiriert. Wie viel Schlaf brauchen unsere Hunde überhaupt.

Viele – sehr viele – Hundehalter unterschätzen massiv das Schlafbedürfnis ihrer Hunde. Sie denken, sie tun ihrem Hund einen Gefallen, wenn sie ihm den ganzen Tag über möglichst viel Beschäftigung bieten. Leider sind da Hunde nicht so wie Katzen, die sich zurück ziehen wenn sie ihre Ruhe wollen. Unsere Hunde sind immer mit dabei und verzichten dann – für uns – auf ihre wichtigen Ruhepausen.

Was bewirkt Schlafmangel?

Hunde, die nicht genügen Ruhephasen habe, sind wie übermüdete kleine Kinder – unleidlich und überdreht. Sie “spulen hoch”, sind übersensibel, völlig überdreht und hyperaktiv. Besonders sehr sensible Rassen (z.B viele Hütehundrassen) reagieren auf Schlafentzug besonders sensibel. Die Besitzer versuchen dann die Hyperaktiven Vierbeiner mit noch mehr Bewegung “auszulasten” und übersehen dabei die Ursache des Problems.

Hunde müssen Ruhe lernen

Das wichtigste, was wir einem Hund beibringen können und müssen ist Ruhe. Er muss lernen abzuschalten und seine Ruhephasen einzuhalten. Es ist die Aufgabe der Besitzer dafür zu sorgen, das ihr Hund genügend Ruhe bekommt. Am besten gewöhnt man dazu den Welpen schon von Anfang an ruhig an seinem Platz liegen zu bleiben. Zuerst natürlich nur für kurze Zeit und dann immer etwas länger.

Ruhe und Schlaf sind Lebenswichtig

Im Schlaf verarbeite der Hund die Geschehnisse des Tages. Je nachdem ob der Tag für den Hund eher körperlich oder geistig anstrengend war, ist der anschließende Schlaf tief oder unruhig.

Bei Schlafentzug reagieren Hunde (wie auch wir Menschen) erst überdreht. Im weiteren Verlauf werden sie dann zunehmend unkonzentriert, fahrig und grobmotorisch. Bei weiterem Entzug reagieren sie nervös und schnell reizbar. Geht der Schlafmangel weiter folgen schwere unter Umständen chronische Erkrankungen.

Je nach Grundcharakter der Rassen variieren die Phasen. Retriever zum Beispiel bleiben viel kürzer in der Phase der Gereiztheit und werden schneller krank. Da das Immunsystem durch Schlafmangel stark in Mitleidenschaft gezogen wird erkranken sie z.B an Hauterkrankungen. Terrier dagegen sind deutlich länger aggressiv, bevor sie erkranken.

Viele Krankheiten können mit Überforderung in Zusammenhang gebracht werden, da Stress den Körper in seiner Gesamtheit schwächt. Krebs, Allergien, Organversagen und neurale Störungen werden auch beim Menschen durch Überforderung (mit-)verursacht.

Wie viel Schlaf braucht der Hund?

Erwachsene Hunde haben ein Schlafbedürfnis von 17 bis 20 Stunden. Welpen, Senioren und kranke Hunde von 20 bis 22 Stunden. Dazu zählt auch Ruhen und nicht nur tiefes Schlafen.

Nun mag so mancher Hundehalter denken, das sein Vierbeiner so viel Schlaf nicht benötigt, weil er von alleine nicht so viel Ruhe hält. Dazu muss erwähnt werden, das vielen Rassen das natürliche Ruhebedürfnis weggezüchtet wurde (allzeit bereit für den Dienst) und wir nun dafür sorgen müssen, das sie dies wieder erlernen.

Ganz nach dem Motto: “Schlafende Hunde soll man nicht wecken”.

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Autor: Nicole

Mediengestalterin und ambitionierte Rennrad Fahrerin. Fotografin und Frauchen von Mischlingshündin Nele. Führt den Blog Schwuggedung seit 2011

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